Åke Dahlqvist

Åke Dahlqvist (* 11. Januar 1901 in Hallsberg, Schweden; † 19. Juni 1991 in Skanör, ebenda) war ein schwedischer Kameramann.

Der aus Südschweden stammende Dahlqvist stieß nach seiner fotografischen Ausbildung 20-jährig zum Film und erlernte das Kamerahandwerk zunächst als Stand- und Hilfsfotograf, mehrfach unter der Regie Gustaf Molanders. In dieser Funktion war er auch 1925 an der Großproduktion Ingmars Erbe und „Rausch“ (Synd, 1928) beteiligt. Bei dem späten Stummfilm „Die Verführerin“ (Hjärtats triumf) ließ man ihn 1929 auch als einfachen Kameramann tätig werden. Bereits 1926 wurde Dahlqvist an der Seite des erfahrenen Bildveteranen Julius Jaenzon bei einem Nebenwerk Molanders erstmals auch als Chefkameramann arbeiten. In den 1930er Jahren fotografierte Åke Dahlqvist auch Frühwerke der nach Greta Garbo bedeutendsten Schauspielerinnen-Exporte seines Landes: Zarah Leander (in ihrem Debüt „Dantes mysterier“, 1930) und Ingrid Bergman (in den Filmen „Munkbrogreven“, „ Svedenhjelms“, „På solsidan“ und „Intermezzo“, 1934 bis 1936).

Dahlqvist blieb dem in seinem Land hoch angesehenen angesehenen Gustav Molander bis zu dessen Karriereausklang Mitte der 1950er Jahre eng verbunden und fotografierte bis dahin das Gros von dessen Filmen. Immer wieder stand Åke Dahlqvist auch bei Inszenierungen anderer bekannter, schwedischer Regisseure wie Hasse Ekman, Per Lindberg, Lars-Eric Kjellgren, Gustav Edgren und Arne Mattsson hinter der Kamera. Zuletzt (ab Mitte der 1960er Jahre) fotografierte Åke Dahlqvist auch eine Reihe von Erotikmelodramen und half dadurch, in Schweden die Sexfilmwelle einzuläuten.

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 2: C – F. John Paddy Carstairs – Peter Fritz. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 257.

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