David Tennant

David Tennant (2019)

David Tennant (* 18. April 1971 in Bathgate, West Lothian, Schottland als David John McDonald) ist ein britischer Schauspieler und Synchronsprecher.

Internationale Bekanntheit erlangte der vielfach ausgezeichnete Darsteller ab den 2000er-Jahren durch seine Darstellung des zehnten Doktors in der Science-Fiction-Kultserie Doctor Who, des D.I. Alec Hardy in Broadchurch, des Kilgrave in der Netflix-Serie Marvel’s Jessica Jones und des Barty Crouch jr. im Film Harry Potter und der Feuerkelch. Von 2017 bis 2021 sprach er Dagobert Duck in DuckTales.

David John McDonald wurde als jĂŒngster Sohn des presbyterianischen Reverends Alexander „Sandy“ McDonald (1937–2016) und Essedale Helen McDonald, geborene McLeod,[1] (1940–2007) in Bathgate (West Lothian) geboren. Er wuchs in Ralston (Ortsteil von Paisley) nahe Glasgow auf, wo sein Vater Pfarrer und zeitweise Moderator der Church of Scotland war.[2] Tennants Mutter war als Hausfrau und Mutter sowie ehrenamtlich in der Kirche tĂ€tig. Sein Bruder Blair ist sechs Jahre Ă€lter, seine Schwester Karen acht Jahre.[3]

Als ihm seine Eltern im Alter von drei Jahren erklĂ€rten, was ein Schauspieler ist, Ă€ußerte er erstmals den Wunsch, selbst Schauspieler zu werden. Als Fan der britischen Science-Fiction-Familienserie Doctor Who benennt er als seine frĂŒhesten Kindheitserinnerungen das Nachspielen von Filmszenen im Garten der Familie. Seine Eltern versuchten ihn zu ĂŒberzeugen, eine konventionellere Karriere einzuschlagen, aber Tennant meinte, er sei als Kind erstaunlich zielstrebig und nie von seinem Berufswunsch abzubringen gewesen.[4] WĂ€hrend der Schulzeit trat er im Schultheater auf und besuchte die Samstagskurse der RSAMD fĂŒr kĂŒnstlerisch begabte SchĂŒler.

Nach seinem Schulabschluss 1988 zog Tennant nach Glasgow und begann ein Schauspielstudium an der Royal Scottish Academy of Music and Drama (RSAMD) als JĂŒngster seines Jahrgangs.[3] ZunĂ€chst wohnte er bei seiner Ă€lteren Schwester, dann in Wohngemeinschaften mit Kommilitonen. 1991 schloss er sein Bachelorstudium erfolgreich ab.[5]

Als sich der sechzehnjĂ€hrige David McDonald fĂŒr seine erste Fernsehrolle bei der britischen Schauspielergewerkschaft Equity registrieren ließ, war dort bereits ein gleichnamiger Schauspieler eingeschrieben, deswegen verwendete er fortan einen KĂŒnstlernamen, den er nach Neil Tennant wĂ€hlte, dem SĂ€nger der Pet Shop Boys. Da gerade in der Filmindustrie der eigene Name zugleich das erste und wichtigste AushĂ€ngeschild jedes Arbeitnehmers ist, sollen durch diese Regelung Verwechslungen vermieden werden.

Den selbstgewĂ€hlten Nachnamen verwendet David Tennant jedoch heute auch als Privatperson, seine Frau und Kinder tragen ihn ebenfalls. Die offizielle und vollstĂ€ndige NamensĂ€nderung (in allen Ausweispapieren etc.) ist die Folge anfangs gescheiterter Verhandlungen zwischen der britischen Equity und ihrem US-amerikanischen Pendant, der Screen Actors Guild. Dort war erneut bereits ein gleichnamiger Schauspieler eingeschrieben. Tennant hĂ€tte also fĂŒr sein erstes US-amerikanisches Filmprojekt Fright Night trotz mehr als 20-jĂ€hriger TĂ€tigkeit unter diesem KĂŒnstlernamen seinen Namen erneut Ă€ndern mĂŒssen. Ein gerichtlich ausgefochtener PrĂ€zedenzfall ermöglicht es Schauspielern in den Vereinigten Staaten jedoch, zwar nicht ihren KĂŒnstlernamen, aber zumindest ihren Realnamen unter UmstĂ€nden beizubehalten, selbst wenn dieser innerhalb der Screen Actors Guild bereits vergeben sein sollte. Um einen weiteren teuren Rechtsstreit zu umgehen und seinen KĂŒnstler- (und damit Marken-)Namen nicht aufgeben zu mĂŒssen, wurde Tennant von der Equity gebeten, seinen Geburtsnamen McDonald stattdessen vollstĂ€ndig aufzugeben und amtlich in Tennant Ă€ndern zu lassen. Das Unternehmen erfĂŒllte seinen Zweck, in allen internationalen Projekten konnte er seither problemlos unter dem Namen Tennant arbeiten. Seine Ă€lteste Tochter, die in ebendieser Umbruchphase geboren wurde, erhielt bei ihrer Geburt im April 2011 noch den Namen McDonald. Auch ihr Nachname wurde kaum zwei Wochen spĂ€ter in Tennant geĂ€ndert.[6]

FrĂŒhe Karriere

Tennant begann seine Schauspielkarriere mit 16 Jahren in einem Fernsehspot der schottischen Gesundheitsbehörde gegen das Rauchen, wĂ€hrend er noch zur Schule ging. Ein Jahr spĂ€ter bekam er eine Rolle in einer Episode der schottischen Kinderserie Dramarama. Tennants erste professionelle Rolle nach seinem UniversitĂ€tsabschluss war bei der politischen Theatergruppe 7:84. Die Kompanie war 1971 von Dramaturg John McGrath gegrĂŒndet worden und benannt nach einer Statistik im Economist von 1966, nach der 7 % der schottischen Bevölkerung ĂŒber 84 % des gesamten Vermögens verfĂŒgten. Tennants erster Auftritt mit der Gruppe war eine Inszenierung von Bertolt Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, bei der die nur sechs Ensemble-Mitglieder ganze 20 Rollen unter sich aufteilten.[7]

In seiner ersten großen Fernsehrolle spielte er 1994 in der sechsteiligen BBC-Serie Takin’ Over the Asylum den manisch-depressiven Campbell. Die Serie gewann mehrere Preise, unter anderem je einen BAFTA und BAFTA Scotland Award als beste Serie. FĂŒr Tennant wurde sie zum Sprungbrett ans englische Theater und spĂ€ter zum Film, ihm zufolge erhielt er jeden weiteren Job, weil Produzenten ihn in Takin’ Over the Asylum gesehen hĂ€tten.[8][9]

Royal National Theatre, London

SpĂ€testens mit seinen Theaterauftritten in What the Butler Saw (1994–1995 mit dem Royal National Theatre) und Die Glasmenagerie (1996 mit dem Dundee Repertory Theatre) machte er als BĂŒhnenschauspieler auf sich aufmerksam. Noch im gleichen Jahr erhielt er ein Engagement der renommierten Royal Shakespeare Company. Seine erste Rolle als festes Ensemblemitglied war die des Hofnarren PrĂŒfstein in Shakespeares Komödie Wie es euch gefĂ€llt (1996). Tennant erzĂ€hlte spĂ€ter, eine eindrucksvolle Darstellung eben dieser Figur habe ihn als jungen SchĂŒler erstmals fĂŒr Shakespeares Welt begeistern können. Gleichzeitig war er mit der RSC in zwei modernen StĂŒcken, The Herbal Bed und The General from America zu sehen. In Letzterem ĂŒbernahm Tennant bereits die Hauptrolle[10] des Alexander Hamilton. Anschließend spielte er meist komödiantische Rollen, wie Antipholus von Syracuse in Die Komödie der Irrungen (2000), aber auch tragische Rollen wie die des Romeo in Romeo und Julia (2000). FĂŒr seine Leistung in Die Komödie der Irrungen wurde er fĂŒr einen Ian Charleson Award nominiert. 2003 folgte eine Olivier-Nominierung als bester Schauspieler fĂŒr seine Darstellung von Jeff in Lobby Hero.

Seine erste Hauptrolle auf der Großbildleinwand erhielt er 1998 in der Liebeskomödie L.A. Without a Map, die auch in deutschen Kinos zu sehen war. 2003 hatte er eine Rolle im starbesetzten britischen Kinofilm Bright Young Things. Im DVD-Audiokommentar lobte Regisseur und Drehbuchautor Stephen Fry Tennants Performance und besonders seinen Akzent und sagte, in ein paar Jahren wĂŒrde jeder Tennants Namen kennen.

Ab 2004 stieg Tennants Bekanntheitsgrad durch Haupt- und Nebenrollen in den britischen Fernsehproduktionen He Knew He Was Right (2004), Blackpool (2004), Casanova (2005) und Der Feind in meinem Haus (Secret Smile, 2005). In diesen Filmen spielt er sowohl stark komödiantisch (Casanova) als auch dramatisch angelegte Rollen (He Knew He Was Right); Blackpool ist außerdem als Jukebox-Musical konzipiert und Secret Smile zeigt Tennant als mörderischen Soziopathen. Innerhalb kurzer Zeit konnte er sich so als vielseitiger Schauspieler prĂ€sentieren und profilieren. Durch seine Rolle als Barty Crouch jr. in Harry Potter und der Feuerkelch (2005) wurde Tennant schließlich auch international bekannt.

Doctor Who (2005–2010)

David Tennant auf der Comic-Con, Juli 2009.

Nachdem der Doctor-Who-Produzent und Drehbuchautor Russell T Davies mit Tennant bereits im Fernsehdreiteiler Casanova (2005) zusammengearbeitet hatte, bot er ihm die begehrte Titelrolle der Kult-Science-Fiction-Serie an.[3] Tennant verkörpert den zehnten Doktor, und spielte die Rolle in den Staffeln 2–4 und den 2009/2010 Specials, in mehreren Sonderfolgen, in einer Episode der Ablegerserie The Sarah Jane Adventures, in Parodien (z. B. in Extras oder in der Catherine Tate Show), in den animierten Serien Infinite Quest und Dreamland und in mehreren Doctor-Who-HörbĂŒchern. HochkarĂ€tige Darsteller wie Timothy Dalton, Derek Jacobi oder Lindsay Duncan traten in Gastrollen neben Tennant auf.

Die Rolle machte Tennant zu einem der bekanntesten und gefragtesten Schauspieler Großbritanniens.[11][12] Unter anderem erhielt er 2006 den BAFTA Cymru als „bester Schauspieler“ und viermal in Folge den National Television Award als „beliebtester Schauspieler“, die wichtigste von Zuschauern vergebene Auszeichnung in Großbritannien. Er sprach immer wieder ĂŒber seine Freude, mit der Rolle seinen Kindheitstraum zu erfĂŒllen.

Die Dreharbeiten zu Doctor Who nehmen neun Monate im Jahr ein, daneben war Tennant in weiteren, sehr unterschiedlichen Rollen zu sehen. Unter anderem spielte er die Hauptrollen in den BBC-Produktionen Recovery (2007), Learners (2007) und Einstein and Eddington (2008). In Letzterem verkörpert er den Astrophysiker Arthur Stanley Eddington neben Andy Serkis als Albert Einstein.

Seine PopularitÀt und schauspielerische Vielseitigkeit fasste The Guardian im Sommer 2007 (Tennant belegte Platz 24 in ihrer Liste der 100 einflussreichsten Personen in den britischen Medien und war damit der höchstplatzierte Schauspieler) wie folgt zusammen:[13]

Im Oktober 2008 gab Tennant seinen Ausstieg aus der Serie bekannt. Es sei fĂŒr ihn der „beste Job der Welt“, doch er wolle gehen, bevor die Rolle fĂŒr ihn zur Routine werde.[14] Seine letzte regulĂ€re Doctor-Who-Folge The End of Time Part 2 wurde am 1. Januar 2010 im britischen Fernsehen ausgestrahlt und von 10,4 Millionen Zuschauern gesehen.[15]

Im November 2013 schlĂŒpfte Tennant fĂŒr Der Tag des Doktors, die Sonderfolge zum 50. JubilĂ€um von Doctor Who, erneut in seine Paraderolle des zehnten Doktors. Neben ihm waren auch sein Nachfolger Matt Smith und „Kriegsdoktor“ John Hurt in den Rollen ihrer jeweiligen Inkarnationen des Charakters vertreten.[16]

Hamlet und Love’s Labour’s lost

Tennant am BĂŒhneneingang in Stratford-upon-Avon, Oktober 2008
Royal Shakespeare Theatre, Stratford-upon-Avon

Zeitgleich mit Tennant verabschiedeten sich von Doctor Who nach fĂŒnf Jahren auch Showrunner Russell T Davies und Produktionsleiterin / BBC-Wales-Chefin Julie Gardner, um sich neuen Projekten zuzuwenden. Um den starken Einschnitt und die daraus resultierenden VerĂ€nderungen in Personal und Arbeitsweise angemessen vorbereiten und ĂŒberbrĂŒcken zu können, wurde fĂŒr 2009 anstatt einer vollstĂ€ndigen Doctor Who Staffel lediglich die Ausstrahlung von fĂŒnf Sonderfolgen in ÜberlĂ€nge geplant.[17] Aus diesem Grund konnte Tennant schon 2008 zum Royal Shakespeare Theatre zurĂŒckkehren, um mit dem Ensemble der RSC erst die Titelrolle der Shakespeare-Tragödie Hamlet (neben Patrick Stewart als Claudius) und anschließend die Komödie Verlorene LiebesmĂŒh in Stratford-upon-Avon aufzufĂŒhren. Wegen Tennants PopularitĂ€t in Großbritannien war der Auftritt mit großem Medieninteresse verbunden und 6000 Tickets fĂŒr die erste Saison waren innerhalb von drei Stunden ausverkauft.[18] Trotz allgemeinem Weiterverkaufsverbot nahmen einzelne HĂ€ndler auf der Handelsplattform Ebay umgerechnet ĂŒber 600 Euro pro Karte.[19]

Die Hamlet-Produktion wie auch Tennants Darstellung des dĂ€nischen Prinzen wurden von Theaterkritikern durchweg ausgesprochen positiv aufgenommen. Die Inszenierung von Love’s Labour’s Lost erhielt dagegen mittelmĂ€ĂŸige Kritiken, doch auch hier wurde die hervorragende Leistung Tennants in der Rolle des Berowne hervorgehoben. Charles Spencer, Theaterkritiker des Daily Telegraph, beschrieb die Hamlet-Inszenierung als eine der besten Hamlet-Produktionen, die er je gesehen habe, und Tennant als “an actor of extraordinary courage and charisma who has made a persuasive claim to true greatness”.[20] Auch der renommierte Theaterkritiker Michael Billington beschrieb die Hamlet-Produktion im Guardian unter der Überschrift “David Tennant is the best Hamlet in years” als “one of the most richly textured, best-acted versions of the play we have seen in years” und lobte Tennant als “a Hamlet of quicksilver intelligence, mimetic vigour and wild humour: one of the funniest I’ve ever seen” (ein Hamlet von lebhafter Klugheit, mimetischer VitalitĂ€t und ausgelassener Komik: eine der witzigsten Darstellungen, die ich je gesehen habe).[21] Über Verlorene LiebesmĂŒh schrieb Billington zwei Monate spĂ€ter:[22]

Hamlet wurde im Dezember 2008 nach London ins Novello Theatre transferiert, doch Tennant erlitt einen Bandscheibenvorfall und musste vom Einspringer Edward Bennett vertreten werden. Tennant ĂŒbernahm die Rolle Anfang Januar wieder.[23]

Im Auftrag der BBC und der Royal Shakespeare Company wurde das StĂŒck im Sommer 2009 in gleicher Besetzung verfilmt und am 26. Dezember 2009 auf BBC Two ausgestrahlt. Der dreistĂŒndige Fernsehfilm wurde an diesem Tag von 900.000[24] Zuschauern gesehen, eine Erfolgsquote, die die BBC zur Produktion weiterer Shakespeare-Verfilmungen und Dokumentationen fĂŒr das Jahr 2012 veranlasste.[25]

Im April 2011 gab die britische Royal Mail eine Briefmarke mit Tennant als Prinz Hamlet heraus, um das 50-jÀhrige JubilÀum der RSC zu feiern.[26] Bereits zwei Jahre spÀter wurde er im Rahmen einer Sonderedition anlÀsslich des 50. JubilÀums von Doctor Who ein weiteres Mal zum Abbild auf einer nationalen Briefmarke. Beides zusammen bezeichnete Tennant 2019 scherzhaft als eines der Dinge, auf die er in seiner gesamten Karriere am stolzesten sei.[27]

2010–2019

Hamlet, Doctor Who, mehrere (Animations-)Kinderfilme und diverse Interviews in der Aussicht auf neue Projekte fĂŒhrten dazu, dass David Tennant allein ĂŒber die beiden Weihnachtsfeiertage von 2009 ganze 75 mal in Fernsehen und Radio zu sehen bzw. hören war.[28]

Nach Tennants Ausstieg aus Doctor Who erhielt er die Hauptrolle in dem Serienpilot Rex is not your Lawyer beim Sender NBC.[29] Dies war Tennants erstes nordamerikanisches Projekt, doch der Pilot wurde nicht zur Serie. Die vierteilige BBC-Miniserie Single Father, in der Tennant einen zunehmend verzweifelnden Witwer und Vater von fĂŒnf Kindern spielt, wurde im Oktober 2010 auf BBC One ausgestrahlt und brachte ihm seine zweite Nominierung der Royal Television Society (2008 fĂŒr Recovery und Doctor Who) und die vierte Auszeichnung mit dem TV Choice Award (2006, 2007, 2008 fĂŒr Doctor Who) als bester Schauspieler ein.[30][31] Im April 2011 war er im Fußballdrama United zu sehen, einem weiteren BBC Projekt, das sich mit dem Wiederaufbau der Mannschaft nach dem FlugzeugunglĂŒck des Manchester United Teams 1958 befasst. Darin spielte er Trainer Jimmy Murphy, seine erste Fernsehrolle mit walisischem Dialekt.[32]

Am 24. April 2011 spielte er die Hauptrolle im Radiohörspiel Kafka: The Musical von Murray Gold (Filmkomponist unter anderem fĂŒr Single Father, Casanova und Doctor Who) auf Radio 3. Noch im gleichen Jahr gewann Tennant fĂŒr seine Darstellung des Franz Kafka den BBC Audio Drama Award als Bester Darsteller.

Wyndham’s Theatre, London

Vom 16. Mai bis zum 3. September 2011 trat Tennant neben Doctor Who Co-Star Catherine Tate in der Shakespeare-Komödie Much Ado About Nothing im Londoner Wyndham’s Theatre auf. Die Produktion brach alle Verkaufsrekorde des Wyndham’s Theatre[33] und wurde von Kritikern als der „WohlfĂŒhl-Hit des Sommers“ und „Shakespeare mit Verstand und Herz“ beschrieben.[34] Wegen der großen Nachfrage wurde das BĂŒhnenstĂŒck gefilmt und als Download bereitgestellt.[35]

Tennants erster Hollywoodfilm war Fright Night (2011, Neuverfilmung von Tom Hollands gleichnamiger Horrorkomödie von 1985), er ĂŒbernahm darin die Rolle des BĂŒhnenmagiers Peter Vincent, die im Original von Roddy McDowall gespielt wurde.[36] Der Film erschien im Oktober 2011 in deutschen Kinos. In der britischen Liebeskomödie Wer ist die Braut? (The Decoy Bride), die im Sommer 2010 gedreht wurde, ist er an der Seite von Kelly Macdonald und Alice Eve zu sehen.[37]

In der ersten Episode der skurrilen britischen Sitcom This is Jinsy spielte Tennant einen ĂŒbertriebenen Show-Moderator. Außerdem arbeitete Tennant 2011 an zwei Projekten mit teilweise improvisiertem Drehbuch. Das BBC One-Drama True Love, in dem unter anderem auch seine Doctor-Who-Costars Billie Piper und David Morrissey mitspielen, wurde im Juni 2012 ausgestrahlt.[38] In der britischen Familienkomödie Nativity 2 – The Second Coming spielt er die beiden Hauptrollen von Mr Peterson und seinem Zwillingsbruder, zwei Lehrern, die mit ihren Klassen bei einem Wettbewerb zur besten WeihnachtsauffĂŒhrung konkurrieren. Der Film erschien Weihnachten 2012 in britischen Kinos.[39] Im Animationsfilm Die Piraten! – Ein Haufen merkwĂŒrdiger Typen (The Pirates! In an Adventure with Scientists) spricht er im Englischen die Stimme von Charles Darwin. Im zweiteiligen Agententhriller Die Spione von Warschau, produziert fĂŒr BBC Four, ARTE France und TVP, spielt er die Hauptrolle.[40] Im dreiteiligen Politikdrama The Politician’s Husband, das 2013 auf BBC Two ausgestrahlt wurde, spielen er und Emily Watson die Hauptrollen.[41]

RST, Stratford-upon-Avon

Im Herbst 2013 und erneut 2016 kehrte Tennant fĂŒr je eine Saison zur Royal Shakespeare Company zurĂŒck, um Richard II zu spielen. Zum Ende der ersten Saison 2014 wurde eine der AuffĂŒhrungen im Royal Shakespeare Theatre (RST) aufgezeichnet und auf DVD veröffentlicht.[16] Seit 2012 ist er außerdem festes Mitglied im Verwaltungsrat (Vorstand) der RSC.[42]

Zwischen 2013 und 2017 spielte er die Hauptrolle des Detective Inspector Alec Hardy in Chris Chibnalls gefeierter Krimiserie Broadchurch. Seine Darstellung des unnahbaren und schmerzgeschĂŒttelten Kriminalisten wurde allein in Großbritannien zur Erstausstrahlung von 9 Millionen Zuschauern pro Folge gesehen und zog in ihrer PopularitĂ€t beinahe mit der des zehnten Doctors gleich. Im US-amerikanischen Remake der ersten Staffel – Gracepoint (FOX) – verkörperte er die gleiche Rolle noch einmal mit amerikanischem Akzent und neuem Namen; alle anderen Rollen wurden neu besetzt, die Namen der Charaktere dafĂŒr beibehalten.[43][44]

Im Jahr 2015 spielte er den Bösewicht Kilgrave in der Netflix-Serie Marvel’s Jessica Jones.[45]

Am 5. Juli 2016 verlieh das Royal Conservatoire of Scotland (RCS, ehemals RSAMD) ihrem Alumnus von 1991 die EhrendoktorwĂŒrde der FakultĂ€t fĂŒr Schauspiel. Mit ihm ausgezeichnet wurden Sir Matthew Bourne (englischer Choreograf; EhrendoktorwĂŒrde der FakultĂ€t fĂŒr Tanz) und Ralph Kirshbaum (US-amerikanischer MusikpĂ€dagoge/ Cellist; EhrendoktorwĂŒrde der FakultĂ€t fĂŒr Musik).[46][47] Die Auszeichnung geht mit der Einladung einher, an der UniversitĂ€t Meisterkurse im jeweiligen Fachgebiet zu leiten.

Am 26. Februar 2017 feierte das Drama-Biopic Mad to Be Normal von Dokumentarfilmer Robert Mullan im Rahmen des Glasgow Film Festival Premiere. Tennant ĂŒbernahm darin die Hauptrolle des Psychiaters Ronald D. Laing, einem wichtigen Kritiker der freudschen Psychoanalyse und MitbegrĂŒnder der antipsychiatrischen Bewegung. Im MĂ€rz kehrte er fĂŒr nur drei Monate (strictly limited run) auf die West-End-BĂŒhne des Wyndham’s Theatre zurĂŒck, diesmal nicht mit der RSC, sondern in der Rolle des Don Juan in Patrick Marbers moderner Adaption Don Juan in Soho.[48]

Im Dezember 2017 wurde das Low-Budget-Projekt You, Me and Him weltweit online veröffentlicht, der Kinostart folgt im April 2018. Nach dem Kurzfilm 96 Ways to Say I Love You (2015, ebenfalls mit David Tennant) ist dies das KinodebĂŒt der befreundeten Daisy Aitkens, sie schrieb in beiden FĂ€llen das Drehbuch und fĂŒhrte Regie. Die außerordentlich niedrigen Produktionskosten von nur 160 000 US-Dollar konnten nur erreicht werden, da es sich um ein Gemeinschaftsprojekt einer Gruppe von Freunden und Familie handelt. Große Teile der Finanzierung ĂŒbernahmen David und Georgia Tennant mit UnterstĂŒtzung von Georgias Vater Peter Davison. David ĂŒbernahm zudem eine Nebenrolle (John bzw. Titelrolle Him), seine Frau unterstĂŒtzte ihre Freundin als Produzentin (Tennants ProduktionsdebĂŒt) und hatte selbst einen Cameo-Auftritt. Auch ihre gemeinsamen Kinder Olive und Wilfred treten kurz in Erscheinung. Verschieden große Rollen ĂŒbernahmen außerdem Georgias Eltern Peter Davison und Sandra Dickinson sowie die befreundeten Schauspieler Sarah Parish, Faye Marsay, David Warner, Nina Sosanya, Ingrid Oliver, Don Warrington u. a.[49]

Der Animationsfilm Ferdinand (lose basierend auf dem Kinderbuch von 1936) lief ebenfalls im Dezember 2017 weltweit in den Kinos an. Tennant spricht in dem Familienfilm den Jungbullen Angus. Am 26. Februar 2018 feierte die animierte Science-Fiction-Serie Final Space Premiere.[50] Tennant spricht darin die Rolle des Lord Commander.[51] Am 4. Mai 2018 kam der Horror-Thriller Bad Samaritan in die US-amerikanischen Kinos. Unter der Regie von Dean Devlin spielte Tennant den sadistischen Gegenspieler von Robert Sheehans kleinkrimineller Titelfigur.

Im Dezember 2018 lief der aufwĂ€ndig produzierte Spielfilm Mary Queen of Scots weltweit in den Kinos an. Tennant verkörperte hierin den schottischen Reformator John Knox. Noch im gleichen Jahr hĂ€tte ursprĂŒnglich die Produktionsphase des Animationsfilms Chew (Adaption der gleichnamigen Comicserie) nach ĂŒber fĂŒnf Jahren zu Ende gehen sollen. 2015 hatte Tennant dafĂŒr bereits die Stimme des Bösewichtes Mason Savoy eingesprochen, dessen Rolle ursprĂŒnglich fĂŒr seinen 2014 verstorbenen US-amerikanischen Schauspielkollegen Robin Williams vorgesehen war.[52] Obwohl auch die Aufnahmen der weiteren Hauptdarsteller Steven Yeun und Felicia Day bereits im Kasten und die Animationsproduktion zum großen Teil abgeschlossen war, gab Produktionsleiter Rob Guillory im April 2017 bekannt, aus nicht weiter erklĂ€rlichen GrĂŒnden („Hollywood kann manchmal seltsam sein“) sei das Animationsprojekt „endgĂŒltig gestorben“ – es gebe aber zugleich Fortschritte bei einer geplanten Realverfilmung.[53]

Gemeinsam mit Michael Sheen ist Tennant 2019 in der Hauptrolle des DÀmons Crowley (Sheen als Engel Erziraphael) in Neil Gaimans sechsteiliger BBC-Miniserie Good Omens zu sehen.[54] Es handelt sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Gaiman und Terry Pratchett.[55] Die Dreharbeiten wurden im Februar 2018 abgeschlossen und die Serie am 31. Mai 2019 auf Amazon Prime erstveröffentlicht.

Seit 2020

Die COVID-19-Pandemie legte im Jahr 2020 die meisten kulturellen Veranstaltungen und auf Kooperation grĂ¶ĂŸerer Menschengruppen basierende Kunstprojekte wie Filmdreh und TheaterstĂŒcke lahm. So musste auch Proben und Premiere des TheaterstĂŒckes Good immer weiter verschoben werden und sollen nun im April 2021 auf die West-End-BĂŒhne kommen. Tennant spielt darin die Hauptrolle des Professors John Halder, der zu Beginn der 1930er-Jahre in Deutschland versucht, den Antisemitismus in Ideologie und Handlungsstrukturen des dritten Reiches zu rationalisieren/rechtfertigen.[56]

Noch 2020 erschienen aber trotz der anhaltenden Situation mehrere kleinere Projekte Tennants, die zum Teil schon vor Pandemiebeginn abgedreht worden waren. Darunter waren die Fernsehmehrteiler (Miniserien) Deadwater Fell und Des, in denen Tennant jeweils die Hauptrolle ĂŒbernahm, und ein von ihm moderierter Doku-Dreiteiler ĂŒber die Entstehung Roter Zwerge. Hinzu kam mit der sechsteiligen Sitcom Staged ein besonderes Filmprojekt, das die Situation wĂ€hrend des anhaltenden Lockdowns in Großbritannien komödiantisch darstellen sollte. Tennant ĂŒbernahm hier ein weiteres Mal nach Good Omens neben Michael Sheen eine der Hauptrollen, beide spielen parodistische Versionen ihrer selbst. Als Schauspieler versuchen sie, wĂ€hrend der nationalen Ausgangssperren Luigi Pirandellos Metadrama Sechs Personen suchen einen Autor einzustudieren. Neben ihnen sind Tennants Ehefrau Georgia, Sheens Freundin Anna Lundberg, sowie der Regisseur Simon Evans und dessen Schwester Lucy Eaton zu sehen. Samuel L. Jackson, Adrian Lester und Judi Dench haben ebenfalls Gastauftritte als sie selbst. Gedreht wurde die BBC-One-Miniserie mithilfe von Videokonferenz-Technik.

2021 sollen neben dem Fernseh-Achtteiler Around the World in 80 Days (nach dem im Englischen gleichnamigen Roman Reise um die Erde in 80 Tagen) auch zwei aufwĂ€ndige Videospiele erscheinen, in denen Tennant jeweils eine Figur „spielt“ – dafĂŒr wurden neben seiner Stimme auch seine Bewegungen bzw. sein Aussehen aufgezeichnet und digital umgesetzt.

Tennant vermeidet es in Interviews ĂŒber sein Privatleben zu sprechen: “Relationships are hard enough with the people you’re having them with, let alone talking about them in public.” (deutsch: „Beziehungen zu fĂŒhren ist schwierig genug, auch ohne darĂŒber öffentlich zu sprechen.“)[57] Er ist seit 2008 mit der Schauspielerin Georgia Moffett liiert, der Tochter von Doctor-Who-Darsteller Peter Davison.[3] Im April 2011 kam das erste gemeinsame Kind des Paares zur Welt, eine Tochter.[58] Wenige Monate spĂ€ter adoptierte Tennant auch Moffetts damals zehnjĂ€hrigen Sohn Ty[59] und im Dezember desselben Jahres heiratete das Paar schließlich.[60] Georgia und Ty (geborener Ty Peter Moffett-Martin) nahmen mit der Eheschließung den Nachnamen Tennant an. Im beruflichen Kontext nutzte die Filmemacherin noch einige Zeit lang ihren MĂ€dchen- bzw. beide Namen parallel. 2013 wurde der zweite Sohn geboren,[61] 2015 die zweite[62] und im Oktober 2019 die dritte Tochter.[63] Die Familie lebt in London.[64] Der Ă€lteste Sohn Ty Tennant verfolgt dort inzwischen wie seine Eltern eine Schauspielkarriere und war 2019 mit Tolkien in seinem ersten großen Kinofilm zu sehen.

Politisch steht Tennant auf der Seite der Labour Party und wirkte 2005 und 2010 in deren Wahlwerbespots mit.[65]

Er ist Schirmherr der Stiftung Headway Essex (Versorgung, UnterstĂŒtzung und Rehabilitation von Kindern und Erwachsenen mit Hirnverletzungen) und der britischen Association for International Cancer Research (Krebsforschung). 2007 war seine Mutter an Krebs verstorben. Die Arbeit von Headway lernte er 2006 wĂ€hrend der Vorbereitung auf seinen Film Recovery kennen und schĂ€tzen. In Recovery spielte er einen Familienvater, der durch einen Autounfall ein schweres SHT und Verletzungen u. a. des OFC (Orbitofrontalcortex) und infolge dessen nicht nur retrograden GedĂ€chtnisverlust, sondern auch massive PersönlichkeitsverĂ€nderungen erleidet.

Seit 2012 ist er Vorstandsmitglied der Royal Shakespeare Company, fĂŒr die er seit 1996 regelmĂ€ĂŸig auf der BĂŒhne steht. 25 Jahre nach seinem UniversitĂ€tsabschluss an der Royal Scottish Academy of Music and Drama erhielt er hier 2016 die EhrendoktorwĂŒrde fĂŒr Schauspiel.

Schauspieler

Filme

Miniserien (Fernseh-Mehrteiler)

Serien

Synchronsprecher

Filme

  • 2006: Free Jimmy (Stimme des Hamish)
  • 2007: The Human Footprint (Fernsehfilm, ErzĂ€hler)
  • 2009: Das Geheimnis der SchwĂ€rme: Fantastische Versammlungen im Tierreich (Swarm: Nature’s Incredible Invasions, ErzĂ€hler)
  • 2010: DrachenzĂ€hmen leicht gemacht (How to Train Your Dragon, Stimme von Spitelout)
  • 2011: The Itch of the Golden Nit (Kurzfilm, Stimme des Nachrichtensprechers / Stretchy McStretch)
  • 2011: Shrek: Once Upon a Time (ErzĂ€hler)
  • 2012: Die Piraten! – Ein Haufen merkwĂŒrdiger Typen (The Pirates! – In an Adventure with Scientists, Stimme von Charles Darwin)
  • 2014: Postman Pat: The Movie (Stimme von Wilf)
  • 2014: Die fantastische Reise der Vögel in 3D (Earthflight 3D, Zusammenschnitt der 6-teiligen BBC-Doku von 2011, ErzĂ€hler)
  • 2015: Reds and Grays (Stimme von Robbie)
  • 2016: Feuerwehrmann Sam: Achtung Außerirdische! – Der Kinofilm (Fireman Sam: Alien Alert, Stimme von Buck Douglas)
  • 2017: Ferdinand – Geht STIERisch ab! (Ferdinand, Stimme von Angus)
  • 2019: DrachenzĂ€hmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (How to Train Your Dragon: The Hidden World, Stimme von Spitelout/ Ivar the Witless)

Miniserien (Fernseh-Mehrteiler)

Serien

Tennant schrieb Vorworte zu bislang drei BĂŒchern befreundeter Autoren: 2006 verfasste er einleitende Worte zu Gary Russells Doctor Who: The Inside Story.[66] 2011 folgte eine Einleitung zu Elisabeth Sladens posthum erschienener Autobiografie im Gedenken an seine Kindheitsheldin und spĂ€tere Kollegin und Freundin.[67] Er ließ es sich auch nicht nehmen, seine Worte fĂŒr das zugehörige Hörbuch (ansonsten gelesen von Caroline John) selbst einzusprechen. Zuletzt verfasste er 2017 das Vorwort zu den Memoiren seines Schwiegervaters mit dem Titel Is There Life Outside The Box? An Actor Despairs.[68]

Theater

Theater ohne nĂ€here Ortsangabe gehören zum Londoner Theaterbezirk West End, einzig Royal Court Theatre und Royal National Theatre liegen einige Kilometer sĂŒdlich im benachbarten Stadtteil Chelsea bzw. an der Waterloo Bridge. Das Royal Shakespeare Theatre, der Hauptsitz der Royal Shakespeare Company, befindet sich in Shakespeares Geburtsstadt Stratford-upon-Avon, der Innenraum ist in Teilen dem Londoner Globe Theatre nachempfunden – durch die spezielle Platzanordnung auf drei Ebenen befindet sich keiner der 1500 Zuschauersitze weiter als 15 Meter von der BĂŒhne entfernt.

Jahr TheaterstĂŒck Rolle BĂŒhne Anmerkungen
1989 The Ghost of Benjy O’Neil Der Geist [69] Phantom Productions
1990 Fools Leon Steponovitch Tolchinsky Chandler Studio (RSAMD), Glasgow [70] Made in Glasgow (Studenten-Ensemble der Royal Scottish Academy of Music and Drama)
Die zwölf Geschworenen Richter 8 Arches Theatre, Glasgow [71] Twelve Angry Men; Theatre Positive Scotland, Regie: Iain Reekie
1991 Mozart from A to Z Mozart RSAMD, Glasgow [72] Royal Scottish Academy of Music and Drama
Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui Mehrere Rollen zugleich Arches Theatre, Glasgow The Resistible Rise of Arturo Ui; 7:84 Theatre Company Scotland; Tennants professionelles DebĂŒt nach Abschluss des Studiums an der RSAMD
1991–1992 Shinda the Magic Ape Kenny Royal Lyceum Theatre, Edinburgh [73][74] Wechsel zur Royal-Lyceum-Theatre-Company, Edinburgh
1992 Jump the Life to Come Malcolm Arches Theatre, Glasgow 7:84 Theatre Company Scotland
Merlin Arthur Royal Lyceum Theatre RLT Company Edinburgh
Scotland Matters Mehrere Rollen zugleich Arches Theatre, Glasgow 7:84 Theatre Company Scotland
Hay Fever Simon Royal Lyceum Theatre Produktion der RLT Company Edinburgh
Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Nick Dundee Repertory Theatre Who’s Afraid of Virginia Woolf[75]
Tartuffe Valere Dundee Repertory Theatre
1992–1993 Merlin the Magnificent and the Adventures of Arthur Arthur Dundee Repertory Theatre Panto (traditionelles britisches Familien-Slapstick-Musical zur Weihnachtszeit)
1993 Antigone Haemon Arches Theatre, Glasgow [73] 7:84 Theatre Company Scotland
1993–1994 Die Prinzessin und der Kobold Curdie Dundee Repertory Theatre [76] The Princess and the Goblin
Christmas Panto
1994 Eines langen Tages Reise in die Nacht Edmund Dundee Repertory Theatre [77] Long Day’s Journey into Night
The Slab Boys Trilogy Alan Young Vic (The Cut, London) England- und London-DebĂŒt
1994–1995 What the Butler Saw Nicholas „Nick“ Beckett Theatre Royal, Bath
RNT’s Lyttelton Theatre
Inszenierungen des Royal National Theatre
1995 An Experienced Woman Gives Advice Kenny Royal Exchange Theatre, Manchester
1996 Die Glasmenagerie Tom Dundee Repertory Theatre The Glass Menagerie
Wie es euch gefÀllt Touchstone Royal Shakespeare Theatre As You Like It, Inszenierung der Royal Shakespeare Company
The General from America Hamilton Royal Shakespeare Theatre Inszenierung der Royal Shakespeare Company
The Herbal Bed Jack Lane Royal Shakespeare Theatre Inszenierung der Royal Shakespeare Company
1997 Hurly Burly Mickey Old Vic (The Cut, London);
Queen’s Theatre
West-End-DebĂŒt
Tamagotchi Heaven Boyfriend kein BĂŒhnenauftritt, vorab gefilmte Videoaufnahme wĂ€hrend des StĂŒckes abgespielt
Matters of Life and Death – „Blue“ David Tennant Chelsea Theatre
1998 The Real Inspector Hound Moon Comedy Theatre
Black Comedy Brinsley Miller Comedy Theatre
For One Night Only The Other Place [78] Darbietung als Teil des Stratford-upon-Avon Fringe Festivals am 19. Juli 1998
1999 Vassa – Scenes from Family Life Pavel Albery Theatre
Edward III Eduard, der schwarze Prinz Shakespeare’s Globe szenische Lesung
König Lear Edgar Royal Exchange Theatre, Manchester King Lear
2000 Die Komödie der Irrungen Antipholus von Syrakus Royal Shakespeare Theatre The Comedy of Errors, Inszenierung der Royal Shakespeare Company
The Rivals Jack Royal Shakespeare Theatre Inszenierung der Royal Shakespeare Company
Romeo und Julia Romeo Royal Shakespeare Theatre Romeo and Juliet, Produktion der Royal Shakespeare Company
Laughter in the Dark Dawid Tenemann The Other Place [79] kein BĂŒhnenauftritt, gefilmtes Segment
2001 Ein Mittsommernachtstraum Lysander/Querflöte Royal Shakespeare Theatre [80] A Midsummer Night’s Dream, Inszenierung der Royal Shakespeare Company
Comedians Gethin Price
Medea Bodyguard Royal National Theatre szenische Lesung
2002 Push-Up Robert Royal Court Theatre
Lobby Hero Jeff Donmar Warehouse
Ambassadors Theatre
2003 London Concert for Peace David Tennant Theatre Royal Drury Lane Darbietung von „Nevertheless“
2003–2004 Der Kissenmann Katurian National Theatre The Pillowman
2004 The Fleer Lord Piso Shakespeare’s Globe szenische Lesung im Globe Education Centre
2005–2006 Blick zurĂŒck im Zorn Jimmy Porter Theatre Royal, Bath
Lyceum Theatre
Royal Court Theatre
Look Back in Anger
2008 Verlorene LiebesmĂŒh Berowne Royal Shakespeare Theatre Love’s Labour’s Lost, Inszenierung der Royal Shakespeare Company
2008–2009 Hamlet Prinz Hamlet Royal Shakespeare Theatre
Novello Theatre
Inszenierung der Royal Shakespeare Company; mit Patrick Stewart als Claudius / König Hamlet; 2009 verfilmt
2010 Celebrity Autobiography Mehrere Rollen zugleich Leicester Square Theatre [81]
2011 Viel LĂ€rm um nichts Benedick Wyndham’s Theatre Much Ado about Nothing; Inszenierung der Royal Shakespeare Company; mit Catherine Tate als Beatrice
2013–2014 Richard II König Richard Royal Shakespeare Theatre &
The Barbican
Inszenierung der Royal Shakespeare Company
2016 The Barbican &
The Brooklyn Academy of Music
USA- und Broadway-TheaterdebĂŒt; Produktion der Royal Shakespeare Company
2017 Don Juan in Soho Don Juan Wyndham’s Theatre
Donmar Warehouse
„strictly limited run“ von nur 11 Wochen
2018 The Muppets Take the O2 Tenth Doctor The O2 Arena WĂ€hrend einer Abwandlung ihres Pigs-In-Space-Sketches (in der alten Fernsehfassung u. a. mit Gast Luke Skywalker) trat am ersten Abend in der O2 Tennant in seiner Doctor Who Rolle des Zehnten Doktor, am zweiten Abend sein Schwiegervater Peter Davison (FĂŒnfter Doktor) auf.[82]
2021 Good John Halder Harold Pinter Theatre Premiere ursprĂŒnglich fĂŒr Oktober 2020 angesetzt, aufgrund des pandemiebedingten Lockdowns vorerst auf April 2021 verschoben.[83]

Hörspiele und HörbĂŒcher

HörbĂŒcher werden von einem einzelnen Sprecher, Hörspiele von einer mehrköpfigen Besetzung in verteilten Rollen vorgetragen. Eine Beschreibung beider TĂ€tigkeitsfelder findet sich zusammenfassend unter Hörspielsprecher.

Videospiele

Laurence Olivier Award

  • 2003: Bester Schauspieler – Lobby Hero (nominiert)[133]

Emmy Awards

Critics’ Circle Theatre Award

Ian Charleson Award

BAFTA Awards

National Television Awards

  • 2006: Beliebtester Schauspieler – Doctor Who (gewonnen)[141]
  • 2007: Beliebtester Schauspieler – Doctor Who (gewonnen)[142]
  • 2008: Herausragende Darstellung/Drama – Doctor Who (gewonnen)[143]
  • 2010: Herausragende Darstellung/Drama – Doctor Who (gewonnen)[144]
  • 2014: Bester Fernseh-Kommissar – Broadchurch (gewonnen)[145]
  • 2015: Special Recognition Award – entspricht etwa Lebenswerk-Auszeichnung (außer Konkurrenz)[146]

TV Quick und (ab 2009) TV Choice Award

  • 2006: Bester Schauspieler – Doctor Who (gewonnen)[147]
  • 2007: Bester Schauspieler – Doctor Who (gewonnen)
  • 2008: Bester Schauspieler – Doctor Who (gewonnen)[148][149]
  • 2011: Bester Schauspieler – Single Father (gewonnen)[150]
  • 2013: Bester Schauspieler – Broadchurch (gewonnen)[151]
  • 2015: Bester Schauspieler – Broadchurch (gewonnen)
  • 2017: Bester Schauspieler – Broadchurch (gewonnen)

People’s Choice Award

  • 2015: Beliebtester Schauspieler in einer neuen Fernsehserie – Gracepoint (gewonnen)[152]
  • 2016: Beliebtester SciFi-/Fantasy-Fernsehschauspieler – Jessica Jones (nominiert)[153]

Satellite Award

  • 2008: Bester Darsteller in einer Dramaserie – Doctor Who (nominiert)[154]

Saturn Award

Scream Award

  • 2008: Bester Schauspieler (Science Fiction) – Doctor Who (nominiert)

SFX Awards

  • 2007: Bester Fernsehdarsteller – Doctor Who (gewonnen)
  • 2008: Bester Fernsehdarsteller – Doctor Who (gewonnen)
  • 2010: Bester Fernsehdarsteller – Doctor Who (gewonnen)
  • 2011: Bester Fernsehdarsteller – Doctor Who (nominiert)

BBC Audio Drama Award

  • 2012: Bester Schauspieler – Kafka: The Musical (gewonnen)[158]

Broadcasting Press Guild Television and Radio Award

  • 2006: Bester Schauspieler – Casanova, Secret Smile, Doctor Who (nominiert)[159]
  • 2009: Bester Schauspieler – Doctor Who, Einstein & Eddington (nominiert)[160]
  • 2010: Bester Schauspieler – Hamlet, Doctor Who (nominiert)[161]
  • 2014: Bester Schauspieler – Broadchurch (gewonnen)[162]

Royal Television Society Award

Television and Radio Industries Club Award

  • 2018: Beste Darbietung (Spielfilm oder Fernsehserie) – Broadchurch (nominiert)[165]

Internationales Filmfestival Shanghai

  • 2007: Magnolia Award, Beste Darbietung in einem Fernsehfilm – Recovery (nominiert)[166]

Festival de Télévision de Monte-Carlo

  • 2007: Goldene Nymphe, herausragender Darsteller in einer Dramaserie (nominiert)

Newport Beach Film Festival

  • 2017: Festival Honors, Herausragende Filmemacherische Leistung/Schauspiel – Mad to Be Normal (gewonnen)[167]

Critics Award for Theatre in Scotland

Evening Standard Theatre Award

  • 2009: Bester Schauspieler – Hamlet (nominiert)[169]

BroadwayWorld UK Award

What’s on Stage Award

  • 2012: Bester Schauspieler – Much Ado About Nothing (nominiert)[170]
  • 2015: Bester Schauspieler in einem TheaterstĂŒck – Richard II. (gewonnen)[171]
  • 2018: Bester Schauspieler in einem TheaterstĂŒck – Don Juan in Soho (gewonnen)[172]

Theatregoers’ Choice Awards

  • 2009: AKA Theater-Event des Jahres – Hamlet (gewonnen)[173][174]

Theatre Management Association Award

Manchester Evening News Theatre Award

  • 1995: Bester Schauspieler – An Experienced Woman Gives Advice (nominiert)[176]

Constellation Award

  • 2007: Beste mĂ€nnliche Darstellung in einer Science-Fiction TV-Episode – Doctor Who (gewonnen)[177]
  • 2008: Beste mĂ€nnliche Darstellung in einer Science-Fiction TV-Episode – Doctor Who (gewonnen)[178]
  • 2010: Beste mĂ€nnliche Darstellung in einer Science-Fiction TV-Episode – Doctor Who (gewonnen)[179]

Glenfiddich Spirit of Scotland Award

  • 2007: Screen Award – Schottische Ikone in Film und Fernsehen (gewonnen)[180]

Playing for the Planet Awards

  • 2008: Greenest Star on the Planet – „[for being] a great role model for kids everywhere and clearly [being] as passionate at saving the planet as his character ‘The Doctor’“[181] (gewonnen)

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